Ausgezeichnet: Die Prämierten des zweiten „Satzgefüge“-Schreibwettbewerbs
Fiona Sironic erhält den Niederrheinischen Literaturpreis 2026
Kommende Veranstaltungen
Literarischer Sommer 2026
Ein Vater nimmt seine sieben Jahre alte Tochter mit auf einen Segeltörn. In zwei Tagen wollen sie von Dänemark bis in die Niederlande segeln. Abgeschieden vom Rest der Welt gehören sie mehr denn je zusammen und draußen auf hoher See, allein mit den Wellen und dem Wind, ist der Alltag weit weg. Das Wasser schlägt sanft gegen die Bordwand, die Tochter schläft friedlich in ihrer Koje. Alles scheint gut. Bis etwas passiert, das ihr Leben völlig auf den Kopf stellt.
Toine Heijmans, Jahrgang 1969, studierte Geschichte und arbeitete seitdem für verschiedene Tageszeitungen. Sein Roman Irrfahrt wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt, verfilmt und als erster niederländische Roman überhaupt mit dem französischen Prix Médicis Étranger ausgezeichnet.
Moderation: Maren Jungclaus
Veranstaltet von
Niederrheinisches Literaturhaus und Mediothek Krefeld
Eintritt
12 Euro / 6 Euro ermäßigt. Festivalkarte 40 / 25 Euro ermäßigt zzgl. 1 Euro pro Veranstaltung
Ticketkauf
Barrieren
Der Saal X ist aktuell noch eine Baustelle. Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr. Es gibt mehrere Stufen und nur eine beengte Toilette.
Weitere Infos
Foto/Fotos: © Merlijn Doomernik
Krefeld, 47798
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Mehr InformationenLiterarischer Sommer 2026
Krankheitsbedingt verschoben vom 9.7. auf den 6. August: Glänzende Spiegel, definierte Körper, legere Flirts: Der neue Job hinter dem Tresen im MEGA GYM ist perfekt für die Protagonistin. Kein Leistungsdruck, keine Überstunden, dafür einen Chef, der stolzer Feminist ist. Alles perfekt, wäre da nicht die klitzekleine Lüge, zu der sie sich im Einstellungsgespräch hat hinreißen lassen, um ihren untrainierten Körper zu rechtfertigen: Sie habe kürzlich erst entbunden. Jetzt wollen alle Babyfotos sehen und fragen ständig nach „dem Kleinen“, doch erst, als Bodybuilderin Vick auftaucht, wird klar, dass ein erfundenes Kind nicht das einzige Geheimnis dieser verschwiegenen Erzählerin ist.
Verena Keßler, geboren 1988 in Hamburg, lebt in Leipzig, wo sie am Deutschen Literaturinstitut studierte. Ihr Debütroman Die Gespenster von Demmin wurde für zahlreiche Preise nominiert und mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium ausgezeichnet. Für ihr anschließend erschienenes Buch Eva, erhielt sie den Literaturpreis „Der zweite Roman“.
Moderation: Maren Jungclaus
Veranstaltet von
Niederrheinisches Literaturhaus und Mediothek Krefeld
Eintritt
12 Euro / 6 Euro ermäßigt. Festivalkarte 40 / 25 Euro ermäßigt zzgl. 1 Euro pro Veranstaltung
Ticketkauf
Barrieren
Die Mediothek ist komplett barrierefrei von den Laufwegen über die Bestuhlung bis zur Toilette. Es gibt allerdings keine induktive Höranlage.
Weitere Infos
Foto/Fotos: © Jacintha Nolte
Krefeld, 47798
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Mehr InformationenDeutsch-niederländisch-flämisches Literaturfestival
Fantastische Unterwasserlebewesen, eine Revolution, die tanzt und schließlich sinnliche Texte, die (vielleicht) für rote Ohren sorgen – das alles und mehr bringt unser Literaturfestival „Ziemlich beste Nachbarn“ an diesem Abend auf die Bühne. Eingeladen haben wir drei Schriftstellerinnen aus den Niederlanden und Flandern gemeinsam mit ihren deutschen Übersetzerinnen. Und diese Duos haben sich zu ihren ganz besonderen Themen auch ganz besondere Formate jenseits der klassischen Buchvorstellung einfallen lassen: Hier begegnen sich Literatur und Gespräch, Performance und Übersetzung. Zwischen den Sets legt DJ Ose passende Musik auf und natürlich bietet das freischwimmer-Gastroteam hinreichend Getränke an. Kurz: Es erwartet Euch eine so anregende wie entspannte Festivalatmosphäre – bei gutem Wetter im Freibadgelände, bei schlechtem in der historischen Wandelhalle.
Das Programm
17:30 Einlass
18:00 Eröffnung
18:15 Tanz, tanz, Revolution – Mit Lisa Weeda (NL) und Birgit Erdmann
19:00 DJ Ose
19:30 Tieftiefblau – Mit Nikki Dekker (NL) und Lisa Mensing
20:30 DJ Ose
21:00 Rote Ohren – Mit Tülin Erkan (B) und Jule Hayen
22:00 DJ Ose
Tanz, tanz, Revolution – Mit Lisa Weeda (NL) und Birgit Erdmann

Die niederländisch-ukrainische Autorin Lisa Weeda und ihre Übersetzerin Birgit Erdmann präsentieren ein mehrstimmiges Programm aus Weedas Werk. Im Mittelpunkt stehen Ausschnitte aus den Romanen Aleksandra und Tanz, tanz, Revolution (Kanon Verlag). Darüber hinaus gibt es eine Premiere: Erstmals werden Passagen aus Weedas noch unveröffentlichtem Kinderbuch Ein schönes Buch über die Ukraine vorgestellt.
Hier wird gelesen, gefragt und geantwortet, Szenen werden nachgespielt und Fragmente der Theaterversion von Tanz, Tanz, Revolution uraufgeführt. Weedas Literatur verbindet magischen Realismus mit historischer und politischer Gegenwart. Themen wie die Ukraine, Osteuropa, die Geschichte der Sowjetunion und queere Lebenswelten treffen auf absurden Humor und Ernsthaftigkeit.
Tieftiefblau – Mit Nikki Dekker (NL) und Lisa Mensing

In Tieftiefblau (Residenz Verlag) verschmelzen Autofiktion und Nature Writing zu einer atmosphärischen Erzählung über Identität, Zugehörigkeit und das Leben jenseits gesellschaftlicher Erwartungen.
Mit einer eigens entwickelten Präsentation nehmen Autorin Nikki Dekker und Übersetzerin Lisa Mensing das Publikum mit auf eine Reise durch den Roman und seine Unterwasserwelten. Begegnungen mit Blobfisch, Kraken, Meeresleuchttierchen, der Titanic und sogar The Sims führen durch die Geschichte des Erwachsenwerdens. Gleichzeitig geben die beiden Einblicke in Schreib- und Übersetzungsprozesse und teilen ihre Faszination für die Schönheit des Meeres und seiner Lebensformen mit uns.
Rote Ohren – Mit Tülin Erkan (B) und Jule Hayen

Bekommt man rote Ohren, wie es auch auf Niederländisch heißt, wenn man Erotik schreibt bzw. übersetzt? Wo verläuft die Grenze zwischen sinnlich und peinlich – und verschiebt sie sich beim Sprachwechsel? Gemeinsam sprechen die Autorin Tülin Erkan und die Übersetzerin Jule Hayen über das Schreiben und Übersetzen von Erotik und laden dazu ein, vertraute Vorstellungen zu hinterfragen und neue Perspektiven auf erotische Texte zu entdecken.
Ausgangspunkt des Gesprächs ist das deutsch-niederländische Übersetzungs- und Ausstellungsprojekt Rote Ohren, eine Kooperation des belgischen Kulturhauses deBuren mit der Universität Münster, koordiniert von Jule Hayen. Im Rahmen des Projekts wurden zwölf niederländischsprachige Kurzgeschichten ins Deutsche übersetzt, eingesprochen und illustriert. In den Sonnenuntergang hinein hören wir mehrere der erotischen Kurzgeschichten. Erkans Kurzgeschichte Star erzählt von der Erfahrung von Sexualität als blinde Person und rückt mit dem Wegfall des Sehens andere Formen des Wahrnehmens und Fühlens in den Mittelpunkt.
Programm und Konzept von Ziemlich beste Nachbarn wurden kuratiert von Christoph Wenzel, Stefan Wieczorek und Thomas Hoeps.








Gefördert von der

Unterstützt von der Landesinitiative Europa-Schecks des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen.


Veranstaltet von
Niederrheinisches Literaturhaus in Kooperation mit freischwimmer e. V.
Eintritt
Vorverkauf 8 Euro / ermäßigt 4 Euro zzgl. VVK-Kosten
Abendkasse 10 Euro / ermäßigt 5 Euro
Tickets
VVK über unseren Partner freischwimmer e.v. hier
Barrieren
Das Gelände ist ebenerdig befahrbar. Der Boden ist uneben.
Krefeld, 47798
Offene Lesebühne Niederrhein
Bei unserer offenen Lesebühne lesen 6 Autor:innen je 10 Minuten lang aus ihren Werken. Drei sind von uns gesetzt, drei weitere werden am Abend unter den anwesenden Autor:innen ausgelost. Alle Genres und Gattungen sind willkommen: Erzählungen, Romanausschnitte, Gedichte, Slam, Fantasy und vieles mehr.
Abwechslungsreich, Neugier weckend, manchmal ausbaufähig, manchmal preisverdächtig, manchmal noch unveröffentlicht, manchmal als Buch erhältlich – es erwartet Sie eine Veranstaltung voller Überraschungen mit bekannten und neuen Stimmen der Literatur am Niederrhein (und diesmal sogar ein bisschen darüber hinaus). Durch den Abend führt Moderatorin Taibe Karaman.

Marcia Ember (*2003), aufgewachsen in Ashburn (VA) und Bergisch Gladbach, wohnt in Viersen und studiert Psychologie im Master. Zwischen Schreibwerkstätten, D&D‑Runden und phantastischen Welten fühlt sie sich am wohlsten. Ihr Ziel ist es, für mehr sapphische Repräsentation im deutschsprachigen Fantasygenre zu sorgen.

Claudio Ghin (*1983/Mönchengladbach) wuchs im Sauerland auf, studierte Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft und kulturwissenschaftliche Anthropologie in Paderborn und lebt seit zwölf Jahren in Mönchengladbach. Dort arbeitet er als Senior-Texter in einer Werbeagentur. Unter dem Namen Mistergambit veröffentlichte er u. a. auf neon.de, stand mehrere Jahre auf Poetry-Slam-Bühnen und begleitete das Literaturprojekt »1000Zeichen« auf Instagram. Sein erster Erzählband Auf einem Auge Herbst erschien 2016. Sein zweiter Erzählband Im Rahmen meiner Möglichkeiten hängt ein Bild von dir im Frühjahr 2026. Aktuell sucht er nach der passenden Literaturagentur für seinen ersten Roman.

Louis Kleinwächter studiert soziale Arbeit in Köln. Vorher studierte er Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er schreibt Kurzgeschichten, unter anderem für Kinder, und wurde in der Literaturzeitschrift Jenny sowie in den Untergrundminiaturen des Kopf & Kragen-Verlags veröffentlicht. 2024 hat er die Anthologie Tippgemeinschaft mit herausgegeben. Er ist im Rahmen einer Kooperation mit der Kölner Lesebühne „Mit anderen Worten“ bei uns zu Gast.
Veranstaltet von
Niederrheinisches Literaturhaus
Eintritt
6 Euro, für vorlesewillige Autor:innen frei
Reservierung
über das Formular (siehe oben). Es gibt insgesamt 80 Plätze. Sollte das Formular nicht verfügbar sein, schreiben Sie eine Mail an literaturhaus@krefeld.de. Dann setzen wir Sie auf die Warteliste.
Barrieren
Das Café Rheinschmökern ist außerhalb der Öffnungszeiten der Buchhandlung nebenan nur über eine Stufe betretbar. Die Toilette im Erdgeschoss ist barrierearm, aber nicht rollstuhlgerecht. Der Veranstaltungsraum befindet sich vor der Kegelbahn im Nebenzimmer des Cafés und ist von dort ebenerdig zu erreichen. Das Publikum sitzt auf Stühlen.

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Fotos: © Leonie Falkowski (Ember), privat (Ghin), Michèle Yves Pauty (Kleinwächter)
Krefeld, 47829
Lesung mit Musik
Gulistan lebt mit ihrem Mann Çiya in einem Land, das sie anfeindet für ihre Sprache, ihr Denken, ihr ganzes Sein. Unter dem diktatorischen Regime Saddam Husseins werden sie als Kurden verfolgt. Als Çiya verschwindet, begibt Gulistan sich auf die Suche nach ihm. Nichts kann ihren Willen brechen, ihren Geliebten wiederzufinden, auch wenn ihr immer wieder das Ausmaß ihrer eigenen Ohnmacht vor Augen geführt wird. Schließlich begegnet sie Çiya bei einer Versammlung inmitten einer Menschenmasse wieder – in der Uniform des Diktators, als dessen Doppelgänger. Gulistan wird verhaftet und verliert zunehmend den Verstand, doch entwickelt umso stärkere Widerstandskräfte, nicht erst, als sie von ihrer Schwangerschaft erfährt.
Karosh Taha schreibt über die Angst in den Straßen, die Grausamkeit eines paranoiden Systems und den Widerstand durchs Erzählen, vielstimmig, lyrisch, dicht. Nachdem sie in „Im Bauch der Königin“ bereits mit Erzählkonventionen spielte, sprengt sie in „Gulistan“ deren Grenzen. Das Lesen wird zu einer beinahe körperlichen Erfahrung, verstärkt durch den Dream Pop der Kölner Musikerin TRACE in der konzentrierten Atmosphäre des Freiraum Kunst.

Karosh Taha wurde 1987 in Zaxo, Kurdistan, geboren. Als Kind floh sie mit ihrer Familie vor der Diktatur Saddam Husseins nach Deutschland. Sie hat Englisch und Geschichte an der Universität Duisburg-Essen sowie in Kansas/USA Anglistik studiert. Nach „Beschreibung einer Krabbenwanderung“ und „Im Bauch der Königin“ ist „Gulistan“ ihr dritter Roman. Für ihr Werk erhielt Taha zahlreiche Stipendien und Preise, u. a. den Hohenemser Literaturpreis und die Alfred-Döblin-Medaille. Sie lebt in Köln.

TRACE ist Singer-Songwriterin, Produzentin, Performerin und Instrumentalistin. Ihre Musik ist eine Form der technologischen Selbsterschaffung, eingebunden in eine körperliche, geschlechtsspezifische Erfahrung. Ihr transgressives Pop-Universum umfasst weiche Falsettos, verzerrte Gitarren und tiefe, kehlige Vocals eingebettet in elektronische Glitches. In ihrer Musik und Kunst erschafft TRACE mit emotionaler Ehrlichkeit eine Intimität, die Wut, Trauer und Liebe in eine einzigartige Dream-Pop-Vision verwandelt und Vorurteile gegenüber Transidentitäten sprengt.
Veranstaltet von
Niederrheinisches Literaturhaus
Eintritt
12 Euro, 6 Euro ermäßigt für Schüler:innen, Studierende und Empfänger:innen von Sozialleistungen
Reservierung
über das Anmeldeformular (siehe oben)
Barrieren
Der Freiraum Kunst ist über eine Treppe und einen Aufzug erreichbar. Nach dem Aufzug müssen noch drei Stufen mit einer Rampe überwunden werden. Die Toiletten sind schmal und haben keine Griffe.

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Fotos: © Mina Amiri (Taha), Bahar Kaygusuz (TRACE)
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bis
Warum handeln Figuren, wie sie handeln? Und wie sehr werden sie von ihrer Umgebung geprägt? Ist es möglich, das Schicksal einer Figur zu erzählen, ohne ihren äußeren Umständen Raum zu geben? Die Meinungen zu dieser Frage sind geteilt, Fakt ist aber dennoch: Jede Geschichte bewegt sich zwischen zwei Kräften—dem Ich und den anderen.
Kostenlos
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bis
Mit „Zähe Hunde“ legt Falun Ellie Koos ein beeindruckendes Debüt vor, in dem eine junge Frau zum ersten Mal die Werte infragestellt, die ihr Vater ihr mitgegeben hat – und dabei eine überraschende Entdeckung macht. Die Lesung wird gedolmetscht von der Übersetzerin Andrea Kluitmann, die auch das Buch ins Deutsche übertragen hat. |
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Was haben ein besessener Laurence-Sterne-Fan, eine Teilchenforscherin, ein Kino-Enthusiast, eine nordenglische Kleinstadt und ein Mann, der ausschließlich auf nie dagewesene Fragen antwortet, gemeinsam? Sie kommen in Markus Orths‘ „Die Enthusiasten“ vor, einem Roman, der die Grenzen dessen auslotet, was menschengemachte Kunst ausmacht. |
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Zum Abschluss des Literarischen Sommers in Krefeld erzählt uns Toine Heijmans in „Irrfahrt“ von Vater und Tochter auf einem Segeltörn mit unerwartetem Ausgang. |
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