Im Erzähldickicht – Wege freischreiben

Der Plot hängt, die Figuren schweigen und Kapitel 7 sieht auch schon länger so aus, als ginge es einfach nicht weiter? Wenn euch solche Sorgen plagen, seid ihr in diesem Werkstatttermin genau richtig.

Dialoge

Dialoge sind Freude und Qual zugleich. Denn es ist gar nicht so einfach, literarisch wiederzugeben, wie Menschen miteinander sprechen. Und nicht immer ist das, was gesagt wird, auch gemeint. Wenn es aber gelingt, sind Dialoge wunderbar. Bei dieser Werkstatt beschäftigen wir uns mit Kontext und Subtext und denken darüber nach, welche Ziele wir mit Dialogen in unseren Texten verfolgen. Zum Abschluss nutzen wir Schreibübungen, um uns dem Dialogschreiben mit unterschiedlichen Methoden zu nähern.

Kritisch lesen

Literatur wird nicht im luftleeren Raum gelesen. Ob Lesende eine Botschaft aus einem Text mitnehmen, und wenn ja, welche, können Schreibende nur bedingt beeinflussen. Welche Prozesse dabei eine Rolle spielen, erkunden wir bei diesem Treffen anhand zweier Romane: Ray Bradburys „Fahrenheit 451“ und Fang Fangs „Weiches Grab“. Wir lesen Ausschnitte, lernen mehr über Autorintention, den kulturellen Kontext bei der Veröffentlichung und die aktuelle Rezeption der beiden Bücher in verschiedenen Ländern. Am Ende überlegen wir, wie wir selbst üben können, kritisch zu lesen.

Feedback

Eine Schreibwerkstatt lebt von Austausch. Bei „Satzgefüge“ stellen sich viele zum ersten Mal der Herausforderung, ihre Texte mit anderen zur kritischen Begutachtung zu teilen. Um das Gespräch strukturiert und erkenntnisreich zu gestalten, folgen wir bestimmten Richtlinien. Alle lesen die Texte vorab und am Ende hat der Autor bzw. die Autor:in die Gelegenheit, Offengebliebenes zu besprechen. Oft arbeiten wir auch mit Leitfragen. Bei diesem Treffen lernen neue Mitglieder das Vorgehen kennen, bestehende frischen ihre Kenntnisse auf und wir klären gemeinsam Fragen.

Christian Handel zu Gast bei „Satzgefüge“

Am 29. November traf sich die Schreibwerkstatt „Satzgefüge“ zum vierten Mal in der Bibliothek Moers, mit der das Niederrheinische Literaturhaus dieses Jahr kooperierte. Schon beim Betreten des Veranstaltungsraumes war spürbar, dass der Termin mit Fantasy- und Jugendbuch-Autor Christian Handel etwas Besonderes werden würde. Handel hatte zuvor zahlreiche Bücher aus dem Märchen-Bestand der Bibliothek zusammengesucht, die wie kleine Schätze auf dem Tisch lagen und sofort zum Blättern und Entdecken einluden. Sie bildeten den Auftakt zu einem aufschlussreichen und inspirierenden Tag.

Lena Schätte zu Gast bei „Satzgefüge“

Am Samstag, den 11. Oktober durften wir Lena Schätte im Literaturhaus begrüßen. Die Autorin, deren autofiktionaler Roman „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ für den Deutschen Buchpreis nominiert war, gab im Rahmen der Schreibwerkstatt „Satzgefüge“ einen Workshop zum Thema Autofiktion.

Exposé-Workshop

Wer heute einen Roman veröffentlichen will, bewirbt sich meistens bei einer Agentur statt direkt bei einem Verlag. Zur Bewerbung benötigt Autor:innen ein Exposé und eine Leseprobe, doch dazu, wie diese aussehen sollen, findet man oft widersprüchliche Informationen. Auch aus einer abgelehnten Bewerbung können Schreibende häufig nicht schließen, was sie besser machen könnten, weil sie keine oder wenig aussagekräftige Absagen erhalten.