Cover des Romans "Die Verschwundenen von Paris" von Ulrike Dömkes

Die Verschwundenen von Paris

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Mystery-Roman von Ulrike Dömkes

Alles beginnt auf der Treppe zur Endstation der Pariser Metrolinie M10, als der Studentin Sadie ein Tagebuch vor die Füße flattert. Sie nimmt es mit, liest sich fest – und beschließt, dem Rätsel um seinen Schreiber Edouard auf den Grund zu gehen.

Die Wachtendonker Autorin Ulrike Dömkes entfaltet die Handlung Schritt für Schritt: Aus den Montagen der Tagebuchaufzeichnungen Edouards erfahren wir, dass er von seinen Kolleg:innen in der Bäckerei einen Tango-Kurs zum Geburtstag geschenkt bekommt. Zunächst skeptisch eingestellt, findet er schnell Gefallen daran und bleibt häufig bis spät in die Nacht in der Tanzschule. In der letzten Metro nach Hause begegnet er immer wieder einer mysteriösen Frau, die ihn zum gemeinsamen Tanz auffordert. Sie scheint nicht ganz von dieser Welt zu sein, so dass Edouard beginnt, seine Wahrnehmung anzuzweifeln. Dann brechen die Aufzeichnungen ab.

Sadie holt für ihre Nachforschungen viele Menschen ins Boot – Edouards Bruder, seine Schwägerin und die Angestellten aus der Bäckerei, die besorgten Freund:innen aus der Tanzschule, legale und illegale Denkmalschützer:innen und schließlich auch die Pariser Polizei. Sie alle finden sich am Ende in den Katakomben der Stadt wieder, wo das bittersüße Finale des Romans eingeläutet wird.

Auf den letzten Seiten des Buches erwartet die Lesenden ein süßer Bonus: Rezepte für das Tango-inspirierte Gebäck, das Edouard für sein Tanzcafé entwickelt hat. Wer hätte gedacht, dass Stadtgeschichte, Tanz und Leckereien einmal eine so wunderbare Symbiose eingehen würden.

(MJ)

Ulrike Dömkes: Die Verschwundenen von Paris. Mendoza Verlag 2023.

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