"Satzzeichen"-Preisverleihung 2026

Ausgezeichnet: Das sind die Gewinnerinnen des „Satzzeichen“-Schreibwettbewerbs 2026

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Bis zum 8. März erhielten wir zahlreiche Zuschriften für unseren diesjährigen „Satzzeichen“-Schreibwettbewerb, der sich an Schreibbegeisterte am Niederrhein im Alter von 10 bis 14 Jahren richtete. Die Jury bestand aus Marlene Jäger vom Niederrheinischen Literaturhaus, Frederike Krahn vom Kulturrucksack Krefeld sowie der Düsseldorfer Kinder- und Jugendbuchautorin Aygen-Sibel Çelik und dem Meerbuscher Fantasy-Autor Akram El-Bahay. 

Abwechslungsreiche dritte Plätze

Am 25. März kamen die Autor:innen der fünf überzeugendsten Texte sowie Freund:innen und Verwandte im Literaturhaus zur Preisverleihung zusammen. Die drei dritten Plätze gingen an Anna Berger (11 Jahre, Krefeld), Joleen Grothe (11 Jahre, Krefeld) und Emily Krauledat (14 Jahre, Kleve). Anna Bergers Geschichte „Das übelst cringe Buch“ überzeugte mit seiner humorvoll und konsequent eingesetzten Jugendsprache und fantasievollen Mischung aus Alltags- und Märchenelementen. Joleen Grothe legte mit „Geheimnisvoller Umzug“ einen Romananfang vor, der die Hauptfigur in einer Zeit des Umbruchs begleitet und Lust auf mehr macht. Emily Krauledats Gedicht „Kommata“ bereitete besonders den Literaturwissenschaftler:innen in der Jury Vergnügen, weil sie darin Form und Inhalt auf unterhaltsame Weise verknüpfte.

Fantastik und Zukunft als Spiegel der Gegenwart

Der zweite Platz ging an Nina Krauledat (12 Jahre, Kleve). Die Hauptfigur ihrer Kurzgeschichte „Frei“ muss einen schulischen Misserfolg verarbeiten. Die Erzählung war literarisch abwechslungsreich gestaltet, wies einen überzeugenden Spannungsbogen und eine Persönlichkeitsentwicklung auf, die durch die fantastischen Elemente noch verstärkt wurden. Sie zeigte damit, dass die Fantastik für viele Schreibende (und natürlich Lesende) die Chance bietet, im Alltag Erlebtes anders zu verarbeiten. 

Den ersten Platz belegte Diana Adhami (14 Jahre, Krefeld) mit ihrer Geschichte „Wer willst du heute sein“, die ihrer Figur durch einen von KI geprägten Alltag in der Zukunft folgt. Der Weltenbau, angefangen beim täglichen Ankleiden über Gespräche mit längst verstorbenen, KI-generierten Eltern und Unverständnis gegenüber einer ressourcenverschwendenden Gegenwart zeigte nicht nur, dass sich hier jemand sehr gut mit literarischen Mitteln auskennt. Er spiegelte auch wider, dass die Autorin diese einsetzt, um die Gegenwart kritisch zu beleuchten.

Alle Prämierten erhielten Gutscheine von Buchhandlungen in Krefeld und Kleve. Der Wettbewerb war unserer Schreibwerkstatt „Satzzeichen“ für 10- bis 14-Jährige vorangestellt, die am 11. April startet. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Niederrheinischen Literaturhaus und dem Bereich Kulturelle Bildung des Kulturbüros Krefeld und wird gefördert durch den Kulturrucksack NRW.

Foto: © Kulturrucksack Krefeld

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