„Die Infrastruktur muss funktionieren, Biografien nicht“, resümiert der verwitwete Vater der Familie in „Inneres Wetter“ an seinem 77. Geburtstag. Bei einem Überraschungsbesuch im Westfälischen treffen dabei nicht nur seine drei sehr unterschiedlichen Kinder aufeinander, sondern auch drei Lebenswege, -krisen und -zweifel.
Nicht Hals-, nicht Kopf-, nicht Bauch-, sondern Fernweh hat Kuno Knallfrosch. Deshalb reist er mit den Eulen Sophia, Helena und Moussaka einmal von Deutschland über Irland, Spanien und viele andere Länder bis nach Griechenland. Dabei trifft er auf Regen liebende Schafe, entspannte Wildschweine und jodelnde Murmeltiere, die ihm ihre Länder, ihre Lebensweise und ihre Musik vorstellen. Und vielleicht findet er dabei auch heraus, was es mit den Kartoffeln auf sich hat, die von Land zu Land transportiert werden…
Die Zeit der prägenden literarischen Gruppenbildungen ist vorbei. Ist sie das wirklich? Welche Funktionen hatten literarische Gruppen gerade auch jenseits der Metropolen? Welche könnten sie erfüllen: heute, morgen, regional verankert, digital vernetzt? Und welche Infrastruktur braucht es dazu? Das sind nur einige der Fragen, mit denen sich diese partizipative Impulskonferenz der „Moderne im Rheinland“/Zentrum für Rheinlandforschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und des Niederrheinischen Literaturhauses Krefeld beschäftigt.
Mit seinem neuen Roman „Tante Ernas letzter Tanz“ kehrt der in Karlsruhe lebende niederrheinische Literaturpreisträger Markus Orths auch thematisch in seine Heimatregion zurück. Die Krefelder Autorin Viktoria Lösche hat im heimischen Sassafras-Verlag soeben ihr neues Buch „Spiegelräume“ veröffentlicht. Und die norddeutsche, mittlerweile in Reykjavik lebende Hebbel-Preisträgerin Berit Glanz bewegt sich auch in ihrem zweiten Roman „Automaton“ erneut an den Schnittstellen zwischen analoger und globaler digitaler Welt.
Im Oktober bereiten wir uns auf den National Novel Writing Month vor. Wie schafft man es, im November 50.000 Wörter seiner Romanidee zu Papier zu bringen? Wer keinen Roman schreiben möchte, plant einfach ein anderes spannendes Projekt, um den November zu einem ganz besonderen Monat des kreativen Schreibens zu machen. Bei unserem Treffen sprechen wir über Ideen für Figuren, Schauplätze und Handlungsstränge, aber auch darüber, wie wir unsere Zeit am besten einteilen und uns gegenseitig bei unseren Plänen unterstützen können.
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