


Literatur live aus dem Norden
Fünf neugebildete Stadtbezirke in Krefeld, und die sind nach den Himmelsrichtungen benannt! Da können wir ja gar nicht anders, als ein neues kleines Festival zu erfinden! Ab sofort jährlich wandert es einmal um den Kompass herum – und im Zusammenspiel mit den „Heimatreisen“ des Stadtmarketings starten wir 2026 im Nordbezirk: ein Festival für und in Traar, Verberg, Kliedbruch und Bockum.

In zwei Lesungen mit vier Gästen präsentieren wir ganz aktuelle Literatur aus Norddeutschland und Skandinavien. Und was Sie am Krefelder Nordbezirk reizt, können Sie in einem eigenen Text bei unserem Schreibworkshop schildern.
Kommende Veranstaltungen
Ein Abend der skandinavischen Literatur mit Ursel Allenstein und Stefan Pluschkat
Die Auftaktveranstaltung zu unserem neuen kleinen Festival „Literaturbezirk Nord“: Zwei herausragende Expert:innen stellen in Lesung & Gespräch fünf aktuelle skandinavische Romane vor.
Wie lebt es sich im hohen Norden? Fernwehfreundlich mit Blick auf den Flugplatz am Egelsberg gibt Ihnen an diesem Abend beste skandinavische Literatur Antworten. Zu Lesung und Gespräch mit Moderatorin Maren Jungclaus haben wir zwei absolute Expert:innen eingeladen, nämlich die Übersetzerinnen dieser und vieler weiterer bedeutender Bücher aus Skandinavien: Ursel Allenstein (Hamburg) und Stefan Pluschkat (Essen).
Im abwechslungsreichen Programm sind Ausschnitte aus diesen Romanen zu hören: „Kindheit“ von Tove Ditlevsen, „Das Teufelsbuch“ von Asta Olivia Nordenhof, „Acht Jahreszeiten“ von Kathrine Nedrejord, „Melken“ von Sanna Samuelsson und „Unter dem Pflaster liegt der Strand“ von Johan Harstad.
Und für alle, die sich vorher kulinarisch stärken möchten, baut Don Marcello ganz einfach eine Brücke von Nord- nach Südeuropa. (À la carte-Bestellungen 18:00 bis 19:00 Uhr, danach bis 19:45 Uhr bestellbar: Antipasti-Teller Don Marcello)
Unterhalb der Infos zu den Romanen geht’s zur Platzreservierung!
Und dies sind die Bücher des Abends
Übersetzt von Ursel Allenstein:
Tove Ditlevsen: Kindheit (Aufbau Verlag)
Der große Bestseller aus Dänemark: Kopenhagen, 1920er Jahre: Tove wächst in Armut auf, die Mutter unnahbar, der Vater arbeitslos. Doch sie träumt unerschütterlich davon, Schriftstellerin zu werden. Ditlevsens autobiographisches Meisterwerk ist verdichtet, präzise und metaphorisch – und längst ein Klassiker. „Von atemberaubender Intensität und Schönheit.“ (Elke Heidenreich)
Asta Olivia Nordenhof: Das Teufelsbuch (Ullstein Verlag)
Der tragische und rätselhafte Brand auf dem Nordseekreuzer „Scandinavian Star“ im April 1990, bei dem 159 Menschen starben, bildet die Klammer einer epischen, auf sieben Bände angelegten Romanserie des dänischen Literaturstars Asta O. Nordenhof. Jeder Band ist ein eigenständiger Roman. Im „Teufelsbuch“ geht es um Olivia, die in einer Londoner Wohnung beginnt, ihre Vergangenheit niederzuschreiben. Jahre zuvor verkaufte sie sich an den mysteriösen T., der ihr einen Koffer voller Geld für die vollständige Kontrolle über ihren Körper bot. In ihrem gemeinsamen Bett lag stets ein Küchenmesser – Symbol eines tödlichen Spiels, aus dem sich Olivia in letzter Sekunde befreien konnte.
Übersetzt von Stefan Pluschkat:
Kathrine Nedrejord: Acht Jahreszeiten. (Eichborn Verlag)
Mit dem renommierten norwegischen Brage-Preis ausgezeichnet: Als ihre Großmutter stirbt, reist die Samin Marie nach Jahren im Ausland erstmals wieder in ihre alte Heimat Finnmark. Sie beginnt dort die weiblichen Biografien ihrer Familie von der Urgroßmutter an zu erforschen: eine Geschichte doppelter Diskriminierung – weil sie Frauen und weil sie Saminnen sind. Ein Roman über Identität, Rollenzuweisung und die Unterdrückung eines der größten indigenen Völker Europas – messerscharf beobachtet, persönlich und politisch zugleich, mit Verve und Furor erzählt.
Sanna Samuelsson: Melken (Hanser Verlag)
Als ihre Freundin Diana sich von ihr trennt, setzt Ellen sich kurzerhand ins Auto und fährt zurück auf den Hof ihrer Kindheit. Es ist Sommer, die neuen Besitzer scheinen verreist, doch der Schlüssel ist im selben Versteck wie früher. Ellen verschafft sich Zutritt zum Haus – und bleibt. Die Kühe sind verkauft, aber sie schmeckt die Milch wie damals, der Mistgeruch hängt ihr in der Nase, sie spürt die Wärme der Tierkörper. Dann taucht Max auf, der Freund aus Kindertagen, der nie weggezogen ist. Das Debüt einer der aufregendsten neuen Stimmen aus Schweden: Wer ist man, wenn es die Welt, aus der man kommt, nicht mehr gibt?
Von beiden gemeinsam übersetzt:
Johan Harstad: Unter dem Pflaster liegt der Strand (claassen-Verlag) Atommüllexperte Ingmar wird in Warschau von einem Fremden über seine Jugend befragt—und ein radioaktiver Pflasterstein aus seiner Kindheit kehrt ins Leben zurück. Wer ihn berührt, sieht sein gesamtes Leben in sieben Minuten—und wird in den Wahnsinn getrieben. 1.152 Seiten auf dem Gipfel norwegischer Literatur. „Eine epische Reise durch Zeit und Raum, die am Ende genau die richtige Frage stellt: Was macht unsere Zeit auf diesem Planeten eigentlich aus?“ (Berit Glanz)
Veranstaltet von
Niederrheinisches Literaturhaus
Eintritt
10 Euro, 5 Euro ermäßigt für Schüler:innen, Studierende und Empfänger:innen von Sozialleistungen
Reservierung
dringend empfohlen! Über das Anmeldeformular (siehe oben)
Gefördert von

Foto/Fotos: © Sabrina_Adelina_Nagel (Allenstein)
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Mehr Informationenmit Autorin Wienke Treblin für Schüler:innen
Im Rahmen unseres neuen kleinen Festivals „Literaturbezirk Nord“ bieten wir für Schüler:innen der Gerd-Jansen-Schule einen kostenlosen Schreibworkshop mit der Krefelder Lyrikerin, Autorin und Illustratorin Wienke Treblin an.
Veranstaltet von
Niederrheinisches Literaturhaus
Eintritt
frei
Reservierung
keine Anmeldung möglich
Gefördert von

Foto/Fotos: ©
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Mehr Informationenmit Autorin Angelika Hesse für alle von 15 bis 99 Jahren
Der kostenlose Schreibworkshop unseres neuen kleinen Festivals „Literaturbezirk Nord“ widmet sich dem Thema „Heimatreisen“. Einwohner:innen von Traar, Verberg, Kliedbruch und Bockum sind herzlich eingeladen, ob in Gedicht, Geschichte oder Erinnerung von ihrem Ort zu erzählen.
In entspannter Schreibatmosphäre werden Teilnehmende zwischen 15 und 99 Jahren von der selbst im Kliedbruch lebenden, erfolgreichen Autorin und erfahrenen Workshopleiterin Angelika Hesse begleitet und beraten. Ausgehend von einem Foto, einem Bild, einem alten Erbstück oder einem Überbleibsel aus der Kindheit erkunden die Teilnehmenden, was der Begriff „Heimat“ für sie bedeutet.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Schreibmaterialien (analog oder digital) sollten mitgebracht werden.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Reservierung ist erforderlich.
Mit herzlichem Dank für die Unterstützung an den Bürgerverein Kliedbruch und den KTSV Preußen
Veranstaltet von
Niederrheinisches Literaturhaus
Eintritt
frei
Reservierung
Über das Anmeldeformular (siehe oben)
Gefördert von

Foto/Fotos: ©
Krefeld, 47803 Germany
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Mehr InformationenNeue Gedichte aus Norddeutschland mit Anne Martin und Donka Dimova
Zum Abschluss unseres neuen kleinen Festivals „Literaturbezirk Nord“ haben wir zwei Lyrikerinnen eingeladen, die es von weit und weiter her nach Norddeutschland gezogen hat. Wie ist es, dort oben Gedichte zu schreiben? Sollte es da hauptsächlich um Wind und Wetter, Wasser und Deiche gehen?
Weit gefehlt, auch wenn zumindest in manchen Gedichten der in Erfurt geborenen, aber längst in Greifswald lebenden Literatin, Künstlerin und Singer-Songwriterin Anne Martin das lyrische Ich zuweilen durch die Dünen wandert. In ihrem Band „sollbruchstellen“ (parasitenpresse) beschäftigt sie sich mit der Welt als zerbrechlichem und gleichzeitig überkomplexem Ort, in dem wir nach Sinn suchen, aber häufig nur Konsum finden. Kein Wunder, dass ihre Texte und Songs da zwischen lächelnder Ironie, nüchternem Achselzucken und heftiger Wut changieren.
Auch Donka Dimova ist nach Norddeutschland umgezogen. Geboren in Burgas, Bulgarien, lebt sie seit dem Studium in Bremen. Sie ist Lyrikerin und Sprachkünstlerin auf Deutsch und Bulgarisch. Die Prosagedichte in ihrem ersten auf Deutsch verfassten Lyrikband (KLAK Verlag) erzählen von den Bewohnern im „Mehrfamilienhaus ohne Aussicht“ (so der Buchtitel), über ihre Erwartungen und das Scheitern, familiäre Dramen und die Suche nach Zukunft, über den Stolz und fehlende Worte. Befragt und zum Sprechen gebracht werden die Nachbarn von Nadezda, deren Name übersetzt Hoffnung bedeutet.
Die beiden Lyrikerinnen wiederum werden befragt von Moderatorin Marlene Jäger, die mit ihnen über ihre Texte und das Schreiben an sich spricht.
Veranstaltet von
Niederrheinisches Literaturhaus
Eintritt
10 Euro, 5 Euro ermäßigt für Schüler:innen, Studierende und Empfänger:innen von Sozialleistungen
Reservierung
Über das Anmeldeformular (siehe oben)
Gefördert von

Foto/Fotos: © Julian Elbers (Dimova)
Krefeld, 47800 Germany
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