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Roemer Astrid © Raúl Neijhorst und Trojanow Ilija -kl© Thomas Dorn

Eröffnungslesung des 25. Literarischen Sommers

Donnerstag, 4. Juli , 19:30 bis  22:00

Lesung und Gespräch mit Astrid H. Roemer (NL) und Ilija Trojanow (D)

Zwei große, vielfach ausgezeichnete Autor:innen niederländischer und deutscher Zunge, die bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Themen einiges miteinander verbindet: etwa die unbändige Freude am Erzählen großer und kleiner Geschichten, eine weit über Europa hinausweisende Welterfahrung, die Grenzen öffnet und Fremdes vermittelt, und die Fähigkeit sich literarisch großen Fragen zu stellen. Über all das sprechen wir zum Auftakt des Jubiläumsfestivals mit Astrid H. Roemer und Ilija Trojanow, die zudem aus ihren Romanen „Gebrochen-Weiß“ und „Tausend und ein Morgen“ lesen.

Astrid H. Roemer: Gebrochen-Weiß

In einem gewaltigen Buch voller Sinnlichkeit, Schmerz und Lebensfreude entfaltet „Gebrochen-Weiß“ ein Panorama weiblicher Biografien: In Surinam, der ehemaligen niederländischen Kolonie in Südamerika, mischen sich Sprachen und Religionen, Hautfarben und Ethnien.

In Paramaribo leben die Frauen der Familie Vanta, drei Generationen, von der sterbenskranken Oma Bee bis zu Enkelin Imker, die sie liebevoll betreut, von Mutter Louise, die vier Kinder alleine großzieht, bis zu ihrer Tochter Heli, die wegen einer verbotenen Affäre in die Niederlande geschickt wird. Sie alle sind auf der Suche nach Zugehörigkeit, sie alle träumen von einem besseren Leben. „Gebrochen-Weiß“ ist ein vielstimmiger Chor weiblicher Erzählungen, es wird geflüstert und geschrien, geweint und gejubelt. Astrid H. Roemers Sprache geht unter die Haut, eindringlich erzählt sie von Liebe und Tod, Familie und Trennung, Heimat und Verlust.

„Gebrochen-Weiß“ (Residenz Verlag) wurde aus dem Niederländischen von Bettina Bach übersetzt.

Ilija Trojanow: Tausend und ein Morgen

Unter Piraten in der Karibik, mitten in der Russischen Revolution – Zeitreisen sind voller Überraschungen. Fest entschlossen betritt Cya die fremden Welten. Inspiriert von der friedlichen und selbstbestimmten Gesellschaft der Zukunft, in der sie lebt, reist sie von Zeit zu Ort und versucht, die Vergangenheit von ihren Fesseln zu befreien – mit unterschiedlichem Erfolg.

In »Tausend und ein Morgen« (S. Fischer Verlag) entwirft Ilija Trojanow ein leidenschaftliches Porträt seiner mutigen Heldin. Wie kein anderer Autor verbindet er erzählerische Virtuosität und kritisches Denken zu einem modernen Epos, das alle Grenzen überwindet, Raum und Zeit ausleuchtet und einen frischen Blick in die Zukunft wagt. Mit sinnlichen Bildern und überbordenden Geschichten erfindet Ilija Trojanow den utopischen Roman neu – ein Roman, der von der unerschöpflichen Kraft unseres Denkens erzählt.

Die Festivaleröffnung

Mit einer Begrüßung durch den Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, Frank Meyer und Generalkonsulin Hanna Tijmes vom Generalkonsulat des Königreichs der Niederlande in Düsseldorf.

Die Autor:innen

Astrid H. Roemer
geboren 1947 in Paramaribo (Suriname), einer ehemaligen niederländischen Kolonie in Südamerika. Sie hat Theaterstücke, Lyrik sowie zahlreiche Romane publiziert, in denen sie Fragen der Heimat, Familie, Identität und postkolonialen Politik verhandelt. 2016 hat sie den renommierten P.C.-Hooft-Preis für ihr Gesamtwerk erhalten, 2021 als erste POC den Prijs der Nederlandse Letteren 2021, den wichtigsten Literaturpreis für Autor*innen niederländischer Sprache. Im Residenz Verlag erschien 2022 „Gebrochen-Weiß“, das auf Platz 1 der Litprom-Weltempfänger Bestenliste stand und „Vom Wahnsinn einer Frau“ (2024).

Ilija Trojanow
geboren 1965 in Sofia, floh mit seiner Familie 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland, wo sie politisches Asyl erhielt. 1972 zog die Familie weiter nach Kenia. Unterbrochen von einem vierjährigen Deutschlandaufenthalt lebte Ilija Trojanow bis 1984 in Nairobi. Danach folgte ein Aufenthalt in Paris. Von 1984 bis 1989 studierte Trojanow Rechtswissenschaften und Ethnologie in München. Dort gründete er den Kyrill & Method Verlag und den Marino Verlag. 1998 zog Trojanow nach Mumbai, 2003 nach Kapstadt, heute lebt er, wenn er nicht reist, in Wien. Seine bekannten Romane wie z.B. ›Der Weltensammler‹ und ›Macht und Widerstand‹ sowie seine Reisereportagen wie ›An den inneren Ufern Indiens‹ sind gefeierte Bestseller und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Veranstaltet von

Niederrheinisches Literaturhaus und Mediothek Krefeld

Eintritt

Einzelkarte: 10 Euro, 5 Euro ermäßigt

Festivalkarte: 35 Euro, 20 Euro ermäßigt zzgl. 1 Euro je Veranstaltung

Foto/Fotos: © Raul Neijhorst (Roemer), Thomas Dorn (Trojanow)

Theaterplatz 2
Krefeld, 47798
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