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Mein Prinz, ich bin das Ghetto

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Gedichte von Dinçer Güçyeter

Ein couragierter Verleger, ein mutiger Dichter, ein hochlebendiger Mensch – wenn man über jemanden eines davon sagen kann, ist es toll. Darf man alles über einen sagen, dann könnte die Rede von Dinçer Güçyeter sein. 2012 hat er in seiner Geburts- und Heimatstadt Nettetal den ELIF VERLAG gegründet und publiziert hier seitdem in einem interkulturellen Programm überwiegend Lyrik.

2022 werden wir den Verlag im Literaturhaus vorstellen, heute gilt es den Dichter Dinçer zu feiern. Sein soeben erschienener Gedichtband „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“ zeigt eine ganz eigenständige Stimme, die sich um nichts schert als um die Freiheit des Schreibens. Wut und Trauer, Liebe und Lebenslust, Empathie und Neugierde durchziehen diese anarchischen Texte.

Besonders und in ihrer Binnenkommunikation bereichernd sind auch die collagenartigen Zusammenfügungen von Gedichten und prosahaften Kurztexten. Und selbst von Versen, die sich schwer deuten lassen (und natürlich gibt es die in dieser Welt starker persönlicher Erlebnisse und Erfahrungen), bleiben stets Bilder und Wörter haften, die in den Leser:innen eigene Assoziationen schaffen. Ein im besten Sinne verstörendes Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen sollte.

Dinçer Güçyeter: Mein Prinz, ich bin das Ghetto. ELIF-Verlag, Nettetal 2021

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